Lesung auf der Fantasy-Insel: Bernhard Hennen

Bernhard Hennen, der seine Fans regelmäßig mit Lesungen aus seinen Büchern erfreut, kann man schon als Stammgast auf der Leipziger Buchmesse bezeichnen. Dieses Mal gab es einen kleinen Vorgeschmack auf seinen erst im Herbst dieses Jahres erscheinenden Auftaktband der „Drachenelfen“-Trilogie. Dieser Roman – und die folgenden beiden Bände – führe in die Anfangszeit der Albenmark und liege also nicht in dem durch „Die Elfen“ gesteckten „Rahmen“.

Den Fans ist bekannt, dass Bernhard Hennen lieber mit dem Publikum plaudert, anstatt eine halbe Stunde vorzulesen. So auch dieses Mal: Geduldig beantwortete er regelmäßig wiederkehrende Fragen wie zum Beispiel, ob Nuramons Geschichte fortgesetzt würde. Zur Information: Nein. Nuramon ist ein langlebiger, nicht mehr in die Albenmark zurück könnender sowie nach menschlichen Maßstäben hervorragender Schwertkämpfer. Er ist sozusagen ritterhaft und würde im Gegensatz zu seiner menschlichen Gefährtin nicht altern. Eine Fortsetzung seiner Geschichte würde, wie Bernhard Hennen augenzwinkernd klarstellte, Ähnlichkeit mit einem Film über einen gewissen schottischen Schwertkämpfer aufweisen …

Unterhaltsam schilderte der sympathische Autor dann, wie es zur Entstehung seines Romans „Die Elfen“ gekommen sei:

Nach dem Erfolg der „Herr der Ringe“-Filme und den nachfolgenden Romanen „Die Orks“ und „Die Zwerge“ sei ihm „aufgefallen, dass die Elfen fehlten. 😉 Mit seinem ersten Exposé sei der Heyne Verlag allerdings nicht einverstanden gewesen, wohl aber mit dem zweiten. Allerdings hatte sich der Verlag mit dem „o.k.“ etwas Zeit gelassen. Er habe an einem Roman gearbeitet, die Verlagszusage kam kurz vor Weihnachten. Der Veröffentlichungstermin sollte der darauffolgende Herbst sein, was eine Abgabe im Sommer bedeutete. Der Umfang des Buches sollte natürlich in etwa denjenigen der Romane „Die Orks“ und „Die Zwerge“ entsprechen, also so ca. 800 Seiten. Dies alles trug dazu bei, dass er bei seinem Bekannten James A. Sullivan anrief und wegen einer Zusammenarbeit nachfragte. Letzterer sei wahnsinnig begeistert über den Zeitpunkt der Anfrage gewesen, gab Bernhard Hennen schmunzelnd an. James A. Sullivan, der diesem Zeitpunkt mitten in seinen Magisterprüfungen gesteckt habe, sagte zu – und drohte Bernhard Hennen an, ihm die Schuld zu geben, falls es Ärger mit seinen Eltern gäbe oder aber er sogar druch die Prüfungen fallen würde. Was auch immer die Eltern sagten: die Magisterprüfungen hat James A. Sullivan jedenfalls geschafft, wie Herr Hennen anmerkte.

In der lockeren Atmosphäre ging die vorgesehene halbe Stunde schnell vorbei. Wie gut, dass die Fans Gelegenheit hatten, mit Bernhard Hennen am Signiertisch noch ein paar Worte zu wechseln.